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 Wurzelhex - Blog

Was ist ein Trauma - und wie können wir es heilen

Trauma. Ein Begriff, der uns immer wieder begegnet – auch in meiner Arbeit. Das ist nicht verwunderlich, denn Traumata beeinflussen uns auf eine Weise, die tiefer reicht, als wir oft ahnen.


Sie wirken sich auf unsere körperliche und seelische Gesundheit aus, prägen unser Verhalten und unsere Entscheidungen. Doch was genau ist ein Trauma?


in ketten durch Traumata

Im Grunde genommen unterscheide ich zwischen zwei Arten von Traumata: den großen und den kleinen.

Große Traumata entstehen durch Schockerlebnisse – Momente, die unser Leben tief erschüttern. Dazu zählen Missbrauch, Gewalt, Unfälle, Krieg, eine traumatische Geburt oder der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen.


Daneben gibt es die kleinen Traumata. Diese tragen wir oft unbewusst mit uns herum. Es sind Erlebnisse, die unser Verstand nicht als Trauma einstuft, die jedoch Spuren in unserer Seele hinterlassen.


Ein Trauma ist im Kern ein Gefühl. In einer traumatischen Situation fühlen wir zuerst. Da ist der Magen, der sich zusammenzieht. Angst breitet sich aus. Herzschmerz. Trauer. Das Gefühl, ungeliebt zu sein. Oft sind es nur kurze Augenblicke, die unser Verstand schnell abtut – doch für die Seele können sie überwältigend sein.


Wenn die Seele mit der Wucht dieser Gefühle nicht umgehen kann, entsteht ein Reflex: Weglaufen, Verdrängen, Vergessen. Bloß nicht fühlen. Doch diese Gefühle verschwinden nicht. Sie werden tief in uns vergraben, wie ein luftgefüllter Ball, den wir mit aller Kraft unter Wasser halten.


Sigmund Freud beschrieb es treffend: "Unausgesprochene Emotionen werden niemals sterben. Sie sind lebendig begraben und werden später auf hässliche Weise zum Vorschein kommen."

Diese unterdrückten Emotionen sind immer präsent. Sie beeinflussen, wie wir leben, wie wir lieben und wie wir mit der Welt interagieren. Oft halten sie uns davon ab, unser volles Potenzial auszuleben. Sie können uns blockieren, daran hindern, Beziehungen einzugehen, uns zu zeigen, erfolgreich zu sein oder uns wirklich zu öffnen.


Doch das ist nicht alles. Da Emotionen auch körperlich erlebt werden, hinterlassen sie Spuren in unserem Körper. Traumata können sich in Muskelverspannungen, Hautproblemen oder sogar schweren Krankheiten manifestieren. Meiner Überzeugung nach haben alle Krankheiten ihren Ursprung auf der seelischen Ebene. Emotionale Erfahrungen werden in unserem Nervensystem, in den Muskeln und sogar auf Zellebene gespeichert. Und manchmal werden sie über Generationen hinweg weitergegeben, bis jemand sie auflöst.


Wie können wir also diese tief verborgenen Traumata heilen? Der erste Schritt ist immer, sie zuzulassen. Uns zu erlauben, hinzuschauen und die unterdrückten Gefühle wahrzunehmen. Manchmal reicht es, wenn Tränen in einem Gespräch oder während einer Massage fließen dürfen.

Doch oft müssen wir tiefer gehen, um die Wurzel dieser Emotionen zu finden.

Da diese Gefühle im Körper gespeichert sind, ist Körperarbeit ein kraftvoller Ansatz. Besonders bei Frauen setzen sich viele Emotionen im Bauchraum und im Schoßraum fest. Mit gezielten Techniken wie Massagen, Atemübungen und Visualisierungen können wir diese „Emotionsknubbel“ lösen. Manchmal tauchen dabei innere Bilder auf, die den Ursprung der Gefühle zeigen. Manchmal spüren wir einfach nur, dass sich etwas verändert hat – eine Erleichterung, ein Loslassen.


Auch das Unterbewusstsein bietet Wege zur Heilung. Meditationen oder automatisches Schreiben helfen, sanft an die verborgenen Schichten heranzukommen. Und dann gibt es die spirituellen Ansätze: Schamanische Reisen, Aufstellungsarbeit und Seelenreisen erlauben es, die Blockaden auf einer tieferen Ebene zu lösen.


Aus schamanischer Sicht spaltet sich bei einem Trauma oft ein Teil der Seele ab, um den Rest zu schützen. Mit schamanischer Heilarbeit können wir diese verlorenen Seelenanteile zurückholen und wieder integrieren.



Die Heilung beginnt immer mit einem Mut: dem Mut, die Gefühle zuzulassen. Es mag sich anfangs schmerzhaft anfühlen, doch nur so können wir die Emotionen wirklich loslassen. Und mit jedem gelösten Knoten kommen wir dem näher, wonach wir uns sehnen: einem freien, glücklichen und gesunden Leben.

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